Pastoralraum Mittleres Wiggertal formell errichtet

Pfarramt Egolzwil-Wauwil

Das Leitmotiv „vielfältig – gemeinsam - wachsen“

Mit der Übergabe des bischöflichen Dekrets durch Generalvikar Markus Thürig an das Pastoralraum-Seelsorgeteam wurde der „Pastoralraum Mittleres Wiggertal“ offiziell errichtet. Der Gottesdienst mit Vertretungen  der drei Kirchgemeinden und Gläubigen aus allen vier Pfarreien fand am letzten Sonntag in der Kirche Nebikon statt.
Die feierliche Errichtung des Pastoralraumes „Mittleres Wiggertal“ ist einerseits Abschluss der über einjährigen Vorarbeiten und gleichzeitig Start in gemeinsame seelsorgerliche Aktivitäten mit den vier Pfarreien St. Martin Altishofen, St. Maria Nebikon, Herz-Jesu Egolzwil-Wauwil und St. Mauritius Schötz.

Gemeinsam den Pastoralraum entwickeln

Wie manch anderes im Wandel ist, soll sich ebenfalls die kirchliche Zusammenarbeit regional weiter entwickeln. Diese soll getreu dem Leitsatz „vielfältig – gemeinsam – wachsen“ wird diese durch das Errichten des Pastoralraumes angestrebt. Bischof Felix Gmür stellvertretend verlas Generalvikar Dr. Markus Thürig das bischöfliche Dekret und übergab dieses an Pastoralraumleiter Markus Müller.

Des Weiteren erhielten auch alle weiteren Beauftragten in kirchlichen Diensten (Andreas Barna als leitender Priester, Diakon Roger Seuret, Pfarreiseelsorgerin Doris Zemp sowie die mitwirkenden Theologen und Katechet/innen) einen persönlichen Sendungsauftrag. Zudem konnten alle Sakristaninnen für ihre Pfarrei eine Kerze – geschmückt mit dem sinnstiftenden Baumsymbol als Logo – entgegen nehmen. In den Gottesdienst einbezogen waren auch Ministrierende und Kommunionspendende aus den Pfarreien.

In der Vielfalt das Gemeinsame suchen

Vielfalt sei salonfähig geworden in der Gesellschaft. Das dürfe so sein. „Und doch ist Vielfalt nicht das Heil dieser Welt“, betonte Generalvikar Markus Thürig in seiner Predigt. „Nur wenn die Vielfalt das Gemeinsame sucht, wird sie fruchtbar. Wenn Menschen in einem Team ihre vielfältigen Talente einbringen für die gemeinsame Sache, werden sie etwas Tolles zustande bringen. Beruft sich aber jedes Teammitglied auf die Vielfalt, um bei sich selber bleiben zu können, wird Nichts werden. Vielfalt trägt beides in sich: trennen und zusammenführen, behindern und befruchten, einsam und gemeinsam.“ Es mangle heutzutage an Gemeinschaftsgeist in Kirche und Gesellschaft, wo sich manche Positionen verhärten. Am Ende sei jeder und jede davon überzeugt, allein das Richtige und Wahre zu kennen und zu tun. Die Covid-19-Pandemie beispielsweise mache das in Kirche und Gesellschaft erschreckend sichtbar. Und so appellierte Generalvikar Thürig „Halten Sie dagegen! Markieren Sie in Ihrem Umfeld eine Haltung, die das Gemeinwohl sucht, mässigend und verbindend wirkt, bleibt weitsichtig“. In diesem Geiste wünschte er dem Pastoralraum Mittleres Wiggertal zu deren Herausforderungen „einen langen Atem in dem, was Sie tun und lassen“. Er schloss seine Predigt mit dem Wunsch für eine adventliche Offenheit für das Licht, das uns in Jesus Christus geschenkt werde.

Kleines Senfkorn „Hoffnung“

Sehr passend zur Eucharistiefeier wurden Lieder aus dem „rice up“ gesungen wie beispielsweise über das kleine Senfkorn, welches Hoffnung und Gedeihen symbolisiere. Analog dem kleinen Samen solle auch das Vertrauen wachsen, dass im neuen Pastoralraum durch gemeinsames Tun manches wachse, gedeihe und dass neue Gedanken Früchte tragen. Im Einklang mit solchen Fürbitten wurden durch Katechetinnen farbige Symbole an den Lebensbaum gehängt. Doris Zemp kündigte an, dass im unteren Wellberg Schötz – dem geografischen Mittelpunkt des Pastoralraumes – angelehnt an das Logo und als äusseres Zeichen der Verbundenheit im Frühjahr mit einem öffentlichen Event ein Baum gepflanzt werde.

Zeichen der Solidarität

Die Kollekte wurde zugunsten des „Paradiesgässli Luzern“ empfohlen zur Unterstützung dieser freiwilligen Anlaufstelle für Eltern mit Suchtproblemen und deren Kindern. Markus Müller dankte zum Schluss des Gottesdienstes Generalvikar Markus Thürig für das überbrachte Errichtungsdekret und seine gehaltvolle Predigt sowie allen Mitwirkenden bei der heutigen Feier und für deren Engagement in den kirchlichen Diensten. Pandemiebedingt wurde auf den angekündigten Apéro verzichtet.

Bericht: Alois Hodel, Egolzwil
Foto: Gabi Müller, Nebikon

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